Martin-Luther-Kirche Dresden

Martin-Luther-Kirche Dresden-Neustadt

Erbauer: Carl Eduard Jehmlich 1887 (opus 82)
Umbauten/Erweiterungen: 1902, 1937, bis 1975
Restaurierung: Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH 2011
Spieltraktur: elektrisch
Registertraktur: elektrisch

 

Disposition:

   
I. HAUPTWERK C-a'''   II. OBERWERK C-a'''
  1. Prinzipal
16'
  16. Quintatön
16'
  2. Prinzipal
8'
  17. Prinzipal
8'
  3. Viola di Gamba
8'
  18. Quintatön
8'
  4. Gemshorn
8'
  19. Gedackt
8'
  5. Rohrflöte
8'
  20. Oktave
4'
  6. Oktave
4'
  21. Rohrflöte
4'
  7. Spitzflöte
4'
  22. Nasard
2 2/3'
  8. Quinte
2 2/3'
  23. Oktävlein
2'
  9. Oktave
2'
  24. Terz
1 3/5'
10. Terz
1 3/5'
  25. Quinte
1 1/3'
11. Mixtur IV
2'
  26. Sifflöte
1'
12. Cymbel III
1'
  27. Scharf IV
1'
13. Fagott
16'
  28. Vox humana
8'
14. Trompete
8'
  29. Cembaloregal
4'
15. Helle Trompete
4'
  Tremulant  
 
     
 
     
III. SCHWELLWERK C-a'''
  PEDAL C-f'
30. Gedackt
16'
  45. Prinzipalbass
16'
31. Geigenprinzipal
8'
  46. Subbass
16'
32. Gedackt
8'
  47. Zartbass
16'
33. Salicional
8'
  48. Quintbass
10 2/3'
34. Doppelflöte
8'
  49. Oktavbass
8'
35. Oktave
4'
  50. Geigenprinzipal
8'
36. Hohlflöte
4'
  51. Cello
8'
37. Quinte
2 2/3'
  52. Flötenbass
8'
38. Oktave
2'
  53. Oktavbass
4'
39. Waldflöte
2'
  54. Rohrgedackt
4'
40. Oberton
III
  55. Nachthorn
2'
41. Mixtur
IV-V
  56. Bassaliquote
III
42. Dulcian
16'
  57. Posaune
16'
43. Oboe
8'
  58. Trompete
8'
44. Schalmey
4
  59. Clarine
4'
Tremulant     60. Singend Cornett
2'
      Tremulant  
 
     
KOPPELN UND SPIELHILFEN  
Manualkoppeln: II/I, III/I, III/II  
Pedalkoppeln: I/P, II/P, III/P  
Subkoppeln: OW 16', SW 16'  
Superkoppeln: OW 4', SW 4'  
Setzeranlage 30.000 Kombinationen  
Schwellpedal mit Digitalanzeige  
Crescendowalze mit Digitalanzeige  
   

 

Zur Geschichte des Instrumentes

Erbaut wurde die Orgel 1887 von Carl Eduard Jehmlich mit 33 Registern auf 2 Manualen und Pedal mit Schleifwindladen und mechanischer Traktur. 1902 wurde hinter dem Oberwerk ein Schwellwerk als 3. Manual mit Kegelwindlade und pneumatischer Traktur hinzugefügt. 1937 wurde die Orgel mit elektrischer Traktur umgerüstet und klanglich im Sinne der Orgelbewegung umgestaltet und erweitert. Der ursprüngliche Prospekt wurde durch einen Freipfeifenprospekt ersetzt und das Untergehäuse um ca. 1,15 m zurückversetzt. Weitere klangliche Veränderungen und Ergänzungen erfolgten bis 1975.

 

Ziel der Restaurierung

Die Restaurierung hatte das Ziel, neben einer technischen und klanglichen Sanierung, den gewachsenen Zustand des Instrumentes weitestgehend zu erhalten. Zur Optimierung des Klanges wurden einige Register neu hergestellt (Viola di Gamba 8' - HW, Mixtur IV 2' - HW, Geigenprinzipal 8' - SW, Cello 8' - Pedal) und alle Pfeifen der verschiedenen Epochen intonatorisch durchgängig überarbeitet, um ein geschlossenes Klangbild zu erreichen. Der Hauptspieltisch wurde neu angefertigt und erhielt eine moderne Setzeranlage.

 

Die Einweihung der Orgel nach den Restaurierungsarbeiten fand am 8. Mai 2011 in einem Festgottesdienst statt.