Evangelische Kirche Nassau

Evangelische Kirche Nassau

Erbauer: Gottfried Silbermann 1748
Restauration: Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH 1998
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Ladensystem: Schleifladen

 

Disposition:

   
I. MANUAL C,D-c'''
  II. MANUAL C,D-c'''
  1. Principal
8'
  10. Gedackt
8'
  2. Rohr-Flöthe
8'
  11. Rohr-Flöthe
4'
  3. Qvintadena
8'
  12. Nasat
2 2/3'
  4. Octava
4'
  13. Octava
2'
  5. Spitz-Flöthe
4'
  14. Qvinta
1 1/3'
  6. Qvinta
2 2/3'
  15. Sufflet
1'
  7. Octava
2'
  16. Sesqvialtera
4/5',  ab c'  1 3/5'
  8. Cornett ab c'
III
  17. Cimbel
II
  9. Mixtur
IV
   
 
   
PEDAL C,D-c'
   
18. Sub-Bass
16'
   
19. Posaunen-Bass
16'
   
 
   
NEBENZÜGE
   
Manualschiebekoppel
   
Ventil (Pedalkoppel I/P, seit 1960)  
Tremulant
   
Klingel
   
 
   

 

Zur Geschichte des Instrumentes

Am 24. August 1745 wurde zwischen Gottfried Silbermann und den Kircheninspektoren der Vertrag zum Bau der Orgel für die Kirche von Nassau unterschrieben und besiegelt. Vermutlich begann G. Silbermann Mitte April 1748 mit den Aufbauarbeiten der Orgel in der Kirche. Am 4. August 1748 erfolgte die Prüfung und Abnahme der Orgel, die "allenthalben Contractmäßig befunden wurde" . Der Bauvertrag sowie weitere Dokumente zur Erbauungsgeschichte der Orgel sind im Original erhalten. Seit 1939 wird das Instrument von der Firma Jehmlich, Dresden, betreut. Im Jahre 1960 erfolgte der einzige größere technische Eingriff in die Substanz des Instrumentes. Auf Anraten von Herrn Domorganist Eger (Freiberg) erfolgte der Einbau einer Pedalkoppel. Im gleichen Jahr erfolgte eine Orgelüberholung, bei der die Beutelpulpeten erneuert, die Pedalventile befilzt und eine neue Pfeife C, Quintatön 8', eingebaut wurden. 1968 wurde die Orgel in die vom VEB Deutsche Schallplatten in Berlin herausgegebene Reihe "Bachs Orgelwerke auf Silbermannorgeln" aufgenommen. Im Jahres 1998 erfolgte, erstmalig in der nunmehr 250 jährigen Geschichte des Instrumentes, eine grundlegende Restaurierung. Der außergewöhnlich hohe Anteil an Originalsubstanz, im Pfeifenwerk als auch in der gesamten Orgelanlage, machen dieses Instrument zu einem Denkmal von herausragender kultur- und klanggeschichtlicher Bedeutung.