Stiftskirchgemeinde Chemnitz-Ebersdorf


Chemnitz-Ebersdorf - Info
Erbauer: Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH
Baujahr:2010 (opus 1163)
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Ladensystem: Schleifladen
Stimmtonhöhe: 440 Hz bei 15°C
Temperierung: Neidhardt (1724) IV
I. HAUPTWERK C – g3
1. Prinzipal
8'

2. Holzflöte
8'

3. Oktave
4'

4. Hohlflöte
4'

Quinte
2 ⅔'

Octave
2'

5. Cornett III
2 ⅔', 2', 1 ⅗'

6. Mixtur IV
2'
II. HINTERWERK C – g3
7. Gedackt
8'

8. Salicional
8'

9. Fugara
4'

10. Gedacktflöte
4'

11. Piccolo
2'

12. Oboe
8'
III. BRUSTWERK C,D – c3
27. Principal
8'

28. Flaut amabile
8'

29. Flaut allemande
8'

30. Quintadena
8'

31. Octava
4'

32. Quinta
3'

33. Superoctava
2'

34. Sedecima
1'

35. Mixtura III chor
1'

36. Hautbois
8'
KOPPELN UND SPIELHILFEN
Tremulant Haupt- und Hinterwerk
Normalkoppeln: II/I, I/P, II/P
Suboctavkoppel: II-I


Die Windladen der Orgel sind in C- und Cs-Seite geteilt. Über dem Spieltisch, der mittig im Untergehäuse der Orgel eingebaut ist, sind zentral die beiden Manualwerke als durchschobene Windladen angeordnet, das Pedal ist jeweils um 90° gedreht seitlich von den Manualwerken im Untergehäuse positioniert, wodurch eine platzsparende Lösung mit geringer Tiefe entstanden ist.

Das Gesamtgewicht der neuen Orgel wurde mit 2,5 Tonnen eingeschätzt, welches zusammen mit weiteren Personen und dem Chor, zu einer extremen Durchbiegung der vorhandenen und mehrfach umgebauten Orgel- und Chorempore geführt hätte.

Nach intensiven Analysen und Berechnungen durch den Bauingenieur und Statiker Ulf Kühnert, haben wir in Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege, dem Bauleiter Jens Schumann und den Gemeindevertretern eine praktikable Lösung gefunden: die Orgel wird auf einem von der vorhandenen Empore unabhängigen Stahlträgerplattform aufgestellt. Mit der Herstellung und Montage der Plattform wurde die Firma Lippmann betraut.

Nach diesen Vorüberlegungen wurden die Konstruktionszeichnungen erstellt und mit dem Bau der Orgel begonnen. Nach Fertigstellung des Spieltisches, der Windladen, Pfeifen, Traktur- und Gehäuseteile, wurde die Orgel in unserem Montagesaal komplett aufgebaut.

Die Gemeinde konnte bei einem Werkstattrundgang am 4. September 2010 einen ersten Eindruck von ihrem neuen Instrument erhalten.

Im Oktober erfolgte durch unsere Orgelbauer Christhard Grummt, Jörg Kühnel, Frank Liebmann und Frank Taubert, der technische Aufbau der Orgel in der Kirche. Im November wurde die Orgel dann von unserem Chefintonateur Markus Schanze und Philipp Schubert entsprechend der Akustik des Kirchenraumes intoniert und gestimmt.

Orgelbau ist anspruchsvolle handwerkliche und künstlerische Teamarbeit. Für die fruchtbare Zusammenarbeit bei der Vorbereitung – wie auch bei der Durchführung – möchten wir uns bei allen Beteiligten herzlich bedanken. Einen herzlichen Dank auch an alle Gemeindemitglieder die sich um das Wohl unserer Mitarbeiter vor Ort gekümmert haben.