Kath. Propsteikirche St. Marien Cottbus


Cottbus - Info
Erbauer: Gebrüder Otto & Rudolf Jehmlich 1970 (opus 905)
Umsetzung Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH 2012-2015
Ursprünglicher Ort: Erbaut für den Kulturpalast Dresden
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch/elektrisch
I. HAUPTWERK C – g3
1. Pommer
16'

2. Prinzipal
8'

3. Rohrflöte
8'

4. Oktave
4'

5. Rauschquinte
II

6. Flachflöte
2'

7. Mixtur
VI

8. Solozimbel
II

9. Trompete
8'

II. SCHWELLWERK C – g3
10. Spitzgambe
8'

11. Gedackt
8'

12. Prinzipal
4'

13. Koppelflöte
4'

14. Oktave
2'

15. Sifflöte
2'

16. Sesquialtera
II

17. Scharf
V

18. Rohrschalmei
16'

Tremulant

PEDAL C – d1
19. Subbaß
16'

20. Prinzipalbaß
8'

21. Gemshirn
4'

22. Hintersatz
IV

23. Posaune
16'

24. Klarine
4'

KOPPELN UND SPIELHILFEN
II/I; I/P, II/P
4 freie Kombinationen
Tutti
Schaltknöpfe für freie Kombinationen und Tutti arbeiten mit Fußtritten wechselseitig


Informationen zur Orgel

Die Orgel in der Kath. Prospteikirche St. Marien in Cottbus wurde ursprünglich für den Kulturpalast Dresden von den Gebrüder Otto & Rudolf Jehmlich als Opus 905 im Jahre 1970 mit 24 Registern, verteilt auf 2 Manuale und Pedal erbaut. Das Instrument hat insgesamt 3 Schleifwindladen, die Tontraktur ist mechanisch, die Registertraktur elektro-pneumatisch.

Der damalige Orgelneubau stellte in mehrerer Hinsicht eine Besonderheit dar:

Zum einen, da in den 60-er Jahren bei den staatlichen Entscheidungsträgern noch erhebliche Vorbehalte gegenüber der Pflege von Orgelmusik und Oratorien kirchenmusikalischen Charakters in einem staatlichen Konzertsaal bestanden. Die Orgel für den Kulturpalast in Dresden wurde somit ein Wegbereiter für die Schaffung weiterer moderner Konzertsaalorgeln in Ostdeutschland (u.a. Chemnitz Stadthalle, Magdeburg Kloster unserer Lieben Frauen, Berlin Konzerthaus am Gendarmenmarkt).

Die Disposition der Orgel wurde damals in Zusammenarbeit mit dem Orgelwissenschaftler, Prof. Frank-Harald Greß/Dresden, für die möglichst vielseitige Interpretation von Orgelmusik verschiedener Epochen konzipiert. Dabei unterlag die Orgelkonzeption zum einen starken ökonomischen Einschränkungen, zum anderen baubedingten Einschränkungen durch die maximal möglichen Außenabmessungen und der geforderten Fahrbarkeit des Orgelwerkes.

Die Orgel erhielt somit einen reduzierten Registerumfang und eine flache Gestaltung, damit die Orgel zwischen die seitlichen Bühnenportale gefahren werden konnte (B x H x T = 7,4 x 7,4 x 1,5m). Das Instrument wurde auf einer fahrbaren Stahlkonstruktion montiert; auf im Bühnenboden befindlichen Schienen, konnte somit das Instrument auf Stahlrädern von der linken Seitenbühne auf die Hauptbühne geschoben werden.

Der Umzug der Orgel von Dresden nach Cottbus

Im Jahre 2009 erhielten wir die Anfrage der Gemeinde zum Erwerb einer gebrauchten Orgel.

Zwei Jahre später konnten wir gemeinsam mit dem Orgelgremium die Orgel im Kulturpalast begutachten, die in ihrer Dimensionierung und klanglichen Ausrichtung den Vorstellungen der Gemeinde und dem möglichen Aufstellungsort auf der Orgelempore in der Kirche entsprachen, ohne maßgeblich Umbaumaßnahmen am Instrument einplanen zu müssen.

Im Sommer 2012 wurde das Instrument dann von uns und tatkräftigen Gemeindehelfern in Dresden abgebaut, verpackt und in ein Zwischenlager nach Cottbus transportiert.

In der Folgezeit wurden die Orgelteile in der Werkstatt überarbeitet.

Im Rahmen der Kirchensanierung, wurde gemeinsam mit dem ausführenden Architekten Woskowski/Cottbus, die Neugestaltung der Orgelgehäusefassade konzipiert, damit sich das Instrument harmonisch in die neu gestaltete Raumarchitektur einfügen konnte.

Im Oktober und November 2014 wurde die Orgel von uns vor Ort aufgebaut.

Die Fertigstellung der Orgel mit der Intonation und Stimmung des Instrumentes, ist bis Ende April 2015 geplant.

Das außerordentliche Engagement der Gemeinde, den Mitgliedern des Orgelfördervereins und der vielen tatkräftigen Helfern, spiegelt sich auch auf der Internetseite der Gemeinde und des Fördervereins wider: www.orgelverein.kath-cottbus.de/



Vorzustand

Montage