Die Wasserorgel, Bergpark Wilhelmshöhe zu Kassel


Kassel - Info
Erbauer:Georg Peter Wilhelm
Baujahr:1778
Restaurierung:Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH 2014
Spieltraktur:gestiftete Walze mit mechanischem Claves
Registertraktur:mechanisch
Ladensystem:Schleiflade
WINDLADE C – g3
1. Gedackt
8'

2. Prinzipal
4'

3. Oktave
2'

TECHNISCHE DETAILS
Tonumfang: 27 Töne (G, c°,d°,e°,f°,g°,a°,h°,c1,d1,e1,f1,fis1,g1,a1,h1,c2,cis2,d2,dis2,e2,f2,fis2,g2,a2,h2,c3)
Stimmtonhöhe: 440 Hz bei 18°C
Winddruck: 1300 WS
AUFBAU
Walzenorgel mit Antrieb durch ein Wasserrad
ohne Gehäuse
Blocklade aus Eiche
2 Keilbälge 2-faltig mit je einem einfaltigen Schöpferbalg
Pfeifenwerk nicht original (1938/39)
6 Musikstücke über Walzenverschiebung einstellbar


Kassel – Restaurierung der historischen Wasser-Walzenorgel

Der Kasseler Hoforgelbauer Georg Peter Wilhelm schuf dieses einmalige Instrument mit 3 Registern, 27 Tönen und 6 einstellbaren Melodien für die weltberühmte Parkanlage der Wilhelmshöhe Kassel. Hoch oben, am Beginn der riesigen Wasserkaskade wurde sie in der Vexiergrotte hinter der Panfigur aufgestellt und ursprünglich durch ein Wasserschaufelrad angetrieben. Welch lustiges Vergnügen mag es schon damals den neugierigen Besuchern bereitet haben, wenn sie, von den Orgelklängen angelockt, beim Näherkommen durch versteckte Düsen mit Wasserstrahlen erschreckt wurden.

Als Walzeninstrument mit Wasserantrieb aus dem 18. Jh. und einem noch großen Anteil originaler Substanz hat die Orgel einen außerordentlichen Seltenheitswert und ist von hoher überregional denkmalpflegerischer Bedeutung. Ziel der 2013-14 ausgeführten Restaurierung war es, das seit Jahrzehnten unspielbare Instrument für eine museale Nutzung wieder spielbar herzustellen. Die Arbeiten wurden durch wissenschaftliche Analysen zu Alters- und Materialbestimmungen und einer umfassenden Dokumentation begleitet. Zukünftig wird eine modifizierte Stilkopie des Instrumentes für den Einsatz am originalen Standort angestrebt.



Vorzustand

Werkstatt

Nach der Restaurierung

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