Ev.-Luth. Marktkirche St. Benedicti Quedlinburg


Quedlinburg - Info
Erbauer: Ernst Röver 1888 (opus 10)
Restaurierung: Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH 2018 - 2020 (in Arbeit)
Spieltraktur: pneumatisch
Registertraktur: peumatisch
Ladensystem: Kastenladen
I. HAUPTWERK C – g 3
1. Principal
16'

2. Bourdon
16'

3. Principal
8'

4. Gamba
8'

5. Gemshorn
8'

6. Hohlflöte
8'

7. Gedackt
8'

8. Octave
4'

9. Harmonieflöte
4'

10. Quinte
2 ⅔'

11. Octave
2'

12. Mixtur 4f.
1 ⅓'

13. Scharf 3f.
1'

14. Cornett 4f.

15. Trompete
16'

16. Trompete
8'

II. HINTERWERK C – g 3
17. Bourdon
16'

18. Principal
8'

19. Rohrflöte
8'

20. Salicional
8'

21. Gedackt
8'

22. Traversflöte
4'

23. Octave
4'

24. Quinte
2 ⅔'

25. Octave
2'

26. Mixtur 4f.
1'

27. Clarinette
8'

III. SCHWELLWERK C – g 3
28. Lieblich Gedackt
16'

29. Geigenprincipal
8'

30. Fernflöte
8'

31. Violine
8'

32. Vox celestas
8'

33. Octave
4'

34. Zartflöte
4'

35. Waldflöte
2'

36. Mixtur 3f.
2'

37. Aeoline
8'

PEDAL C – f 1
38. Untersatz
32'

39. Principal
16'

40. Violon
16'

41. Subbaß
16'

42. Gedacktbaß (Tr. v. 28)
16'

43. Cello
8'

44. Octavbaß
8'

45. Flötenbaß
8'

46. Gedacktbaß
8'

47. Octave
4'

48. Clairon
4'

49. Quinte
2 ⅔'

50. Cornett 3f.
16'

51. Posaune
16'

52. Trompete
8'

KOPPELN UND SPIELHILFEN
Manual-Koppel II-I, III-I, III-II
Pedal-Koppel I-P, II-P
Feste Kombination "Prolongement", pp, p, f, ff, Tutti, Auslöser
Walze, Schwelltritt


Die Orgel in der Evangelischen Marktkirche St. Benedicti in Quedlinburg wurde durch die Orgelbauwerkstatt Ernst Röver im Jahre 1888 als Opus 10 mit 52 Registern (davon 1 Transmission), die auf 3 Manuale und Pedal verteilt sind, erbaut.Die Orgel verfügt über pneumatische Kastenladen. Die Tontraktur basiert auf dem Abstromsystem. Auch die Registertraktur ist rein pneumatisch angelegt.

1917 mussten die Prospektpfeifen aus Zinn für die Kriegswirtschaft abgegeben werden. Diese wurden später durch Nachbauten in Zink ersetzt.Zu einem uns unbekannten Zeitpunkt wurde die Disposition leicht verändert. 1 Register wurde umgestellt und 4 weitere Register dem Zeitgeschmack entsprechend ausgetauscht.

Die große original erhaltene Balganlage befindet sich hinter der Orgel. Der später hinzugefügte Windmotor befindet sich seitlich davon in einer Kammer. Der freistehende Spieltisch ist mittig vor der Orgel aufgestellt mit Blickrichtung des Organisten zum Altar.

Durch den hohen Anteil an originaler Substanz in der Orgel, sowohl in der technischen Anlage als auch beim Pfeifenbestand, wird das Instrument als schützenswertes Kulturdenkmal und wertvolles Zeugnis des Orgelbaus des späten 18. Jahrhunderts beurteilt.

Die Bauart der Windladen, des Spieltisches, der Traktur, die Balganlage und das in sehr großen Teilen noch im Original vorhandene Pfeifenwerk zeugen von den hohen handwerklichen Qualitäten des Erbauers. Das Instrument bietet ein breites und ausdifferenziertes Spektrum im romantischen Klangstil und begeistert durch die gewaltige Klangfülle.

Über die Qualitäten des Instrumentes hinaus ergibt sich der hervorzuhebende Denkmalwert des Instrumentes aus dem Umstand heraus, dass es sich bei der Röver-Orgel in der Marktkirche Quedlinburg um das größte noch erhaltene und spielbare Instrument des Erbauers handelt.



Vorzustand


Ausbau

Werkstatt